Tierschutz und Naturschutz

Gandhi: "Eine Zivilisation kann man danach beurteilen, wie sie ihre Tiere behandelt."
Zuweilen gibt es Leute, die Tiere besser behandeln als Menschen. Ich würde solche Leute nicht als zivilisierter bezeichnen.  Deshalb bedarf das Gandhi-Zitat einer kleinen Ergänzung: 

"Eine Zivilisation kann man auch danach beurteilen, 
wie sie ihre Tiere behandelt."

 
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Mai 2002: Der Bundestag beschloss die Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz (Einfügung in roten Lettern):

Art. 20a GG

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

www.Dialoglexikon.de

Trotz Art.20a GG tut sich die Politik noch immer schwer, den Menschen als Teil der Natur zu begreifen.


Der Mensch sieht sich nur in Verantwortung gegenüber sich selbst und nicht als Teil des Ganzen ...  

Ob ihm auf diese Weise gelingt, die erforderliche ACHTUNG gegenüber der Umwelt herzustellen, halte ich für fraglich.  

Die Natur ist nicht nur Lebensgrundlage, sondern ebenso sehr Lebensgrund.

Ein Kulturbegriff, der Pflanzen und Tiere nur als  "Lebensgrundlage" versteht, reduziert die Welt auf ein Konsumgut und wird sie verbrauchen.

Sicherlich gingen emanzipatorische Prozesse einher, als der Mensch nicht mehr auf jedem Berg und in jeder Wolke ihm feindlich gesonnene Götter und Schicksalsquellen sah. 
Was jedoch wäre gewonnen, wenn der überwundene  Aberglaube in dem selbstgefährdenden Irrglauben seine letzte Nachfolge gefunden haben sollte, alles beherrschen zu müssen oder beherrschen können, beherrschen zu dürfen?  

Die Natur ist das Universum des Menschen und er wird bei aller Anmaßung, ob er sich religiös dazu berufen oder wissenschaftlich dazu befähigt glaubt, nicht über das geringe Maß seiner selbst ihr "Beherrscher" sein.

Die Natur ist nicht einfach  nur eine "Speisekammer", sondern Lebensraum im umfassendsten Sinn des Begriffs. Die Natur vermittelt Lebensfreude und Herausforderung. 

Wenn nach einer Wechselbeziehung Mensch Natur zu fragen lohnt, dann nur in der Weise, dass der Mensch zu versuchen hat, sich in ihr zu behaupten (Naturkatastrophen, Ressourcennutzung) und sich ihrer zu erfreuen.
Sven

Beobachten, was sich nun ändert:
- "Artgerechte Haltung" und Massentierhaltung,
- unnötig weite Tiertransporte,
- Tierversuche für Kosmetika,
- Verbot des Schächtens,
- Verbot von Ziervogel-Importen,

- Verbot der Hobby-Jagd,

- angemessene Bestrafung von Tierquälern

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