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Nationale Selbstverteidigung |
Der Begriff "Nationale Selbstverteidigung" ist weit weniger geläufig als die ungenauere Begrifflichkeit der "Nationalen Verteidigung", obwohl die Kräfte der "Selbstverteidigung" die wesentlichen Kräfte aller bisherigen Verteidigungspolitik einschließlich ihrer Allianzen sind, die letztlich "Nationale Selbstverteidigungskräfte" zusammenfassen, aber vom Grundprinzip nichts anderes sind, solange sie mit anderen Allianzen organisatorisch konkurrieren.
Das Problem aller Selbstverteidigung über die Frage hinaus, ob überhaupt Verteidigung geboten, geeignet und verhältnismäßig ist und nicht nur unzulässige Selbstjustiz, lautet: Man müsste zur Selbstverteidigung fähig sein.
Das Konzept der "Nationalen Selbstverteidigung" ist schon deshalb kein allgemein tauglicher Weg zur Verteidigung, weil typischerweise die vermeintlich Schwächeren von vermeintlich Stärkeren angegriffen werden, also ausgerechnet die Schwächeren den größten Verteidigungsbedarf haben.
"Wer den Frieden will, muss sich zum Krieg rüsten."
Zu vorstehender Halbwahrheit neigen Sicherheitspolitiker, solange die Selbstverteidigung Basis des Sicherheitskonzepts ist.
Halbwahr deshalb, weil insbesondere ökonomisch schwächeren Staaten Grenzen zur Entwicklung ihrer militärischen Stärke gesetzt sind und von stärkeren Volkswirtschaften im Wettrüsten niemals bestehen würden. Jedes Anrüsten gegen Großmächte, Supermächte, Allianzen wäre nicht nur zwecklos, sondern geradezu äußerste Selbstgefährdung.Häufiger Einwand: "Die kleineren Staaten könnten sich doch mit größeren Staaten, besser noch mit einer Supermacht verbünden."
So passiert es tatsächlich häufig genug. Aber solch Argument kann gerade deshalb nicht gelten, weil ja oft genug gerade die Politik der "Starken" nicht das ist, was den "Kleinen" zur Gleichberechtigung verhilft.
Im Gegenteil werden solche "Juniorpartner" von den Großmächten nicht selten zur Teilnahme an deren Abenteuern gedrängt. Ein Beispiel dafür war die peinliche "Allianz der Willigen" >> wer es an vorauseilendem Gehorsam, an Einsicht oder Kriegszuversicht fehlen ließ, folglich nicht mitmachen wollte, galt dem US-Präsidenten G.W. Bush als "Gegner".Häufiger Einwand: "Dann dürfen sich die kleineren Staaten eben nur mit kleineren Staaten verbünden."
Auch das gibt es vielfach als wirtschaftliche, politische und auch als militärische Allianzen, aber militärisch kann es allenfalls gegen gleichfalls schwache Staaten, schwache Allianzen Verteidigung schaffen, nicht aber gegen starke Staaten und Supermächte.
Schon in der Anbahnung solcher Bündnisse, die sich dann oft auch gern als gleich als "antiimperialistisch" ausweisen, begeben sie sich auf den Weg der Selbstgefährdung, denn die Groß- und Supermächte "erläutern" ihnen dann recht rasch, dass sie sich "in ihren nationalen Interessen bedroht oder verletzt" sehen.Vorwegnahme: Die Alternative zur nationalen Selbstverteidigung ist die fortschreitende Durchsetzung des Globalen Militärmonopols
Sven200608
ps: Dieser Stichwortartikel ist noch nicht fertig und soll die argumentative Lücke zwischen der konservativer Verteidigungspolitik und dem aufgeklärten Pazifismus verkürzen.
Ausführlicher unter a) Selbstverteidigung, b) Globales Militärmonopol