Taktische Kernwaffen

Taktische Kernwaffen (auch nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt) werden ähnlich wie konventionelle Waffen gezielt gegen gegnerische Einheiten eingesetzt, wobei der Wirkungskreis geringer ist als bei strategischen Waffen. Ihre Sprengkraft reicht bis zu einigen hundert Kilotonnen und ist damit geringer als bei strategischen Kernwaffen. Die kleinste taktische Atomwaffe im Truppendienst hat eine Sprengkraft von circa 0,3 KT. Der geringe Wirkradius erlaubt einen Einsatz vergleichsweise nahe an den eigenen Truppen.

Taktische Kernwaffen gibt oder gab es als:

- Artilleriegranaten, die von normalen Artilleriegeschützen verschossen werden können.

- Infanteriegranaten mit Treibsatz (RPG), siehe Davy Crockett (Atomrakete). 

- Taktische Boden-Boden-Raketen kurzer Reichweite (z. B. »Lance«, »Honest John«). 

- Freifallende Bomben. 

- Luft-Luft-Raketen zur Bekämpfung von Flugzeugen, etwa die AIM-26 Falcon. 

- Boden-Luft-Raketen (z. B. Bomarc) zur Bekämpfung von Flugzeugen und, etwa beim amerikanischen Safeguard-System, zur Abwehr von Interkontinentalraketen. 

- Raketen zur U-Boot-Abwehr. 

- Nukleare Wasserbomben zum Einsatz gegen U-Boote. 

- Atomminen, die auch an der innerdeutschen Grenze zum Einsatz kommen sollten. 

Die Bezeichnung 'taktisch' ist insofern verharmlosend, als auch diese Bomben erhebliche Radioaktivität entwickeln, die im Kriegsfall überregionale Auswirkungen hätte. Weiterhin suggeriert sie, dass der Einsatz dieser Waffen unterhalb der Schwelle zum nuklearen Krieg läge und damit das Gleichgewicht des Schreckens nicht destabilisiert würde.

Diskutiert wurden daneben auch:

- Weltraum-stationierte Kernwaffen.

- Torpedos zur U-Boot-Abwehr.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffe (20061220)

 

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