Rosenköpfchen  Daniela und Cornelius

Rosenköpfe gehören zu den absoluten Oberclowns unter den Kleinpapageien: sie sind hochschlau, geradezu intellektuell obendrein. 

Aber drei Dinge sollten sein: 

1. weil sie so überaus kommunikativ und sozial sind, wäre es unfair, sie einzeln zu halten - darum nennt man sie auch "Unzertrennliche" - oder man/frau müsste selbst immer zugegen sein, um den Artgenossen zu ersetzen, 

2. auch der größte Käfig ist ein Käfig. Am besten baut man sich ein Drahtnetz vor ein Fenster, damit sie sich wenigstens in der Wohnung frei bewegen können,

3. keine "Zähmungsversuche", denn a) wird das ihrem Intellekt nicht gerecht, b) kommen sie ganz von selbst auf die Idee zu fester Freundschaft - und freiwillige Liebe ist nun'mal die einzig wahre Liebe,

4. Rosenköpfchen baden gern unter fließendem Wasser. Also überlegen, wie die Badeanstalt so hergerichtet werden kann, dass es nicht in Wasserverschwendung ausartet,

5. Rosenköpfchen wollen essen, was sie bei anderen als Genuss beobachten. Tun Sie so, als würden Ihnen die Fischstäbchen nicht schmecken, aber es muss überzeugend vorgetragen sein, sonst wirkt es nicht,

6. Rosenköpfchen sollten nicht zu viel Wurst und Milchprodukte essen. Tun Sie so, als würden Sie Ihren Rosenköpfchen die Körner neiden.

7. Vorsicht vor Zink und anderen Weichmetallen in der Wohnung, denn das wird mitunter als Ersatz für Kaugummi genommen, ist aber total giftig: kann zur Lähmung und Tod führen.

Sven 200308                Papageien        Fritzi      Zwitschi     Vögel       Tiere   


Wikipedia-Infos

Der Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) zählt zur Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) und gehört zur Gattung der Unzertrennlichen (Agapornis). 

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Edelpapageien (Psittaculinae) = gilt besonders für unseren >> Zwitschi
Gattung: Unzertrennliche (Agapornis)
Art: Rosenköpfchen

Beschreibung
Das Rosenköpfchen erreicht eine Körperlänge von 15 bis 16 Zentimeter sowie ein Gewicht von rund 50 Gramm. Die Geschlechter zeigen keinen Geschlechtsdimorphismus und sind sehr schwer zu unterscheiden. Das Gefieder ist überwiegend grünlich gefärbt, wobei die Bauchseite etwas heller gefärbt ist. Markantes Merkmal ist die rosenrot gefärbte Stirn, die den Vögeln den deutschen Namen gab. Die Wangen und der Kehlbereich sind ebenfalls rötlich, jedoch deutlich blasser als der Stirnbereich. Der Bürzel sowie die oberen Schwanzfedern weisen eine bläuliche Färbung auf. Der Schnabel ist fleischfarben bis leicht gelblich gefärbt, die Extremitäten weisen eine gräuliche Färbung auf. Die Iris der Augen ist braun gefärbt. Rosenköpfchen leben in geselligen Gruppen, gelegentlich auch paarweise. Die Art ist in ihrem Bestand heute noch nicht gefährdet und gebietsweise sehr häufig anzutreffen.

Verbreitung
Das Rosenköpfchen ist im südlichen Afrika insbesondere in Südafrika, Namibia, Botswana und dem südlichen Angola verbreitet. Hier leben sie meist in kargen Baumsavannen und Halbwüsten. Ein Bach- oder Flusslauf ist dabei immer in unmittelbarer Nähe, da Rosenköpfchen täglich Wasser zu sich nehmen müssen.

Nahrung
Die Rosenköpfchen ernähren sich von Sämereien, Nüssen, Beeren und anderen Früchten sowie gelegentlich von Insekten und deren Larven. Ihr Schnabel ist sehr kräftig und kann auch hartschalige Nüsse knacken. Die Brut wird in den ersten zwei bis drei Wochen ausschließlich mit Insekten und deren Larven gefüttert.

Fortpflanzung
Im südlichen Afrika, ihrer natürlichen Heimat, erstreckt sich die Paarungs- und Brutzeit der Rosenköpfchen über die Monate Februar bis April. Sie sind reine Kolonienbrüter, die in größeren Gruppen brüten. Rosenköpfchen sind in ihren kargen Lebensräumen nicht wählerisch. Sie brüten sowohl in Felsnischen, im Mauerwerk oder auch in Gemeinschaftsnestern von zum Beispiel Webervögeln. Das Weibchen legt in ihr ausgepolstertes Nest zwischen drei und sechs Eier, die über einen Zeitraum von 21 bis 22 Tagen ausgebrütet werden. Die Nestlingszeit erstreckt sich über einen Zeitraum von 35 bis 38 Tage. Danach sind die Jungvögel flügge, werden aber noch zwei weitere Wochen mit Nahrung versorgt. Das Gefieder der Jungvögel gleicht dem der Altvögel, jedoch ist es deutlich blasser und auch das rötliche Stirnband fehlt noch völlig. Die Lebenserwartung liegt bei rund zehn bis zwölf Jahren.

Quelle und mehr >> http://tierdoku.com/index.php?title=Edelpapagei 20090510

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