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von Sven Redaktion am 16.Jul.2003 00:21 |
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Pressemitteilung
des Bundesministerium des Innern vom 25.02.03 Schily eröffnet Dienststelle für grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit
Bundesinnenminister Otto Schily, sein belgischer Amtskollege Antoine Ducquesne sowie die luxemburgischen Innen- und Justizminister Michel Wolter und Luc Frieden haben in Luxemburg die Gemeinsame Stelle für polizeiliche Zusammenarbeit in den gemeinsamen Grenzgebieten eröffnet. In Luxemburg unterzeichneten sie heute ein entsprechendes Abkommen. Erstmals werden Polizeibeamte aus Deutschland, Belgien und Luxemburg in einer Dienststelle unmittelbar zusammenarbeiten: sie werden gemeinsame Lagebilder erstellen, Informationen gemeinsam sammeln und auswerten sowie ihre Einsatzmaßnahmen koordinieren. Bundesinnenminister Otto Schily erklärte hierzu: "Das Zusammenwachsen Europas erfordert eine intensive Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in unseren Ländern. Wir können der internationalen Kriminalität und dem Terrorismus nur durch eine intensive grenzüberschreitende Kooperation der Sicherheitsbehörden wirksam entgegentreten. Die Einrichtung einer gemeinsamen Dienststelle wird die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen unseren Staaten erheblich erleichtern und verbessern. Damit wird die bilaterale grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit, die unter anderem bereits mit Frankreich, Italien, Polen der Schweiz und der tschechischen Republik besteht um ein weiteres vorbildliches Modell erweitert. Neben der praktischen Zusammenarbeit müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Intensivierung der Kooperation verbessert werden. Daher werden wir in Kürze entsprechende Vertragsverhandlungen mit Belgien und Luxemburg aufnehmen." Schily kündigte in diesem Zusammenhang an, die bestehenden polizeilichen Abkommen mit Belgien und Luxemburg aus den Jahren 1995 und 2000 zu erneuern. Ziel sei es dabei, die Rechtsgrundlagen für neue gemeinsame polizeiliche Einsatzformen - wie etwa gemeinsame Streifen und gemeinsame Observations- und Ermittlungsgruppen - zu schaffen. Gleichzeitig sollten die Möglichkeiten für grenzüberschreitende Observationen und für die Nacheile verbessert werden; zudem sollte es bei dringendem Bedarf künftig auch möglich sein, Polizeibeamte der Partnerstaaten anzufordern und unter eigener Leitung einzusetzen. |