Lutze
Antifa-Projekt

"Lutze" war einige Monate ein zentraler Akteur im Antifa-Projekt der www.Initiative-Dialog.de, vor allem im damals gutbesuchten Chat. Als er mit zunehmend verfassungsfeindlichen Positionen in Widerspruch zum Projekt geriet, verstand sich dann als Inidia-Gegner.
Mit anonymen Anrufen drohte er Gewalt und Rache an, falls seine Texte nicht von der Website gelöscht würden. Da wir ihn einerseits nicht strafanzeigen wollten, andererseits auch nicht zu noch mehr Dummheiten provozieren wollten, entlinkten wir für einige Zeit seine Texte.
Solche Forderungen von Leuten, deren Erwartungen wir nicht erfüllen, sind relativ häufig, aber werden gewöhnlich zurückgewiesen, denn solche Textlöschungen sind im Grunde "kleine Geschichtsfälscherei".

Wenn sich jemand von seinen "Werken" distanziert, dann obliegt es ihm, es inhaltlich zu tun. 
 


SELBSTDARSTELLUNG

Born in G.D.R.

Kam 1986 in die Punkszene, damals in der DDR.  Hab dort erfahren, was in einem repressiven System mit Andersdenkenden geschieht. 
Nach der Wende engagierte ich mich in der Antifa.  Stieg aus, weil ich mit der Gewalttätigkeit von Teilen der linken Szene nicht klarkam.

Mein Anliegen ist es, Gewaltlosigkeit in der Auseinandersetzung zu erreichen. Pfarrer Schorlemmer zitierte in der "heißen Phase" kurz vor der Wende einmal Luther: "Lasset die Geister aufeinander prallen, aber die Fäuste haltet stille!". Dieser Satz hat sich mir eingeprägt, und ich fühle mich ihm verpflichtet. Wenn es etwas gibt, was ich hasse, dann ist es Gewalt.

Ich liebe dieses Land, insbesondere seine Dichter und Philosophen, seine Landschaft. Deswegen fühle ich mich meinem Land verpflichtet, deswegen möchte ich, dass mein Deutschland ein friedliches Land ist, in dem gestritten, aber nicht geschlagen und gemordet wird, aus welchen Gründen auch immer.

Ich weiß um die Probleme in diesem Lande, habe vieles am eigenen Leib erfahren. Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Gewalt. Aber ich bin stolz. Nicht darauf, dass ich Deutscher bin, denn dafür kann ich nichts. Ich bin stolz auf mich, weil ich es gelernt habe, meinen Hass zu überwinden.

Jeder macht Fehler, besonders wenn er jung ist. Wahre Stärke ist Eingeständnis der eigenen Schwäche. Lasst uns zusammen unsere Fehler erkennen und daraus etwas Konstruktives gestalten.

Egal ob links oder rechts, Jude, Ausländer, Deutscher.

Hier ist meine Hand

Lutze

Anmerkung der Redaktion:  Die Selbstdarstellung klang so vernünftig, aber nicht jede Einsicht ist von Bestand, sondern bei vielen nur Zwischenstation zwischen den Extremen. 

Wotan hat folgendes geschrieben:
warum habt ihr auf anzeige "verzichtet"? Angst gehabt? ... Rest des Postings gelöscht ...

@Wotan:-)  Dein "Angst gehabt" ist eines dieser dümmlichen Vorurteile, wie sie für Rechtsextremisten gegenüber Dialog-Leuten typisch sind. Deiner nun schon mehrfach geäußerten Sehnsucht, geklopft zu werden, kann halt nicht im Rahmen eines Internetprojekts abgeholfen werden, sondern entweder im Sportverein oder auf der Couch eines Psychotherapeuten. 
Nicht anders bei "Lutze", der mal für einige Tage zu Gast bei uns in Berlin war und sich derart depri zeigte, dass meine Frau und ich uns um ihn ganz andere Sorgen machten, als er glaubte, sich um die "Welt" machen zu müssen.
 

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